ZWEI ABSOLUT LESENSWERTE ROMANE

Meistens lese ich Sachbücher über Wirtschaft, Karriere oder Naturwissenschaften. Doch ab und zu muss es auch mal was anderes sein. Etwas leichtere Kost zur reinen Unterhaltung. Von meiner geliebten Frau bekam ich einen Roman geschenkt, mit dem Titel  “Der Wal und das Ende der Welt” von John Ironmonger.  Ein Roman! Was soll ich mit einem Roman? Weder von dem Buch noch von dem Autor hatte ich bisher je etwas gehört. Trotzdem hat mich das Cover, der Titel und nicht zuletzt der Klappentext auf der Rückseite des Buches, sofort neugierig gemacht. Und ich wurde mehr als positiv überrascht.

“Der Wal und das Ende der Welt” ist ein tolles Buch, welches sehr gut zu unserer aktuellen Lage passt. Es beginnt alles mit einem nackten Mann am Strand, in einem kleinen Dorf in England. Es kommt zur Epidemie und einer globalen Krise. Das Buch erzählt eine große Geschichte über die Menschlichkeit. Oft zweifeln wir an uns selbst und an unseren Mitmenschen. Wir gehen davon aus, dass uns jeder was schlechtes will und uns unsere Mitmenschen jegliches Gute missgönnen. Wenn es hart auf hart kommt, ist sich jeder der nächste. Fressen, oder gefressen werden. Doch dieser Roman gibt einem den Glauben an die Menschheit zurück. John Ironmonger erzählt eine mitreißende Geschichte über das, was uns als Menschheit zusammenhält. Und stellt die wichtigen Fragen: Wissen wir genug über die Zusammenhänge unserer globalisierten Welt? Und wie können wir gut handeln, wenn alles auf dem Spiel steht? Was können wir Menschen gemeinsam bewegen? Wie bekommen wir einen gestrandeten Wal zurück ins Meer?

Buchkritik “Der Wal und das Ende der Welt” von Deutschlandfunk Kultur

„Die Menschheit ist nur drei volle Mahlzeiten von der Anarchie entfernt“

         

 

Da mir das Buch so gut gefallen und mich zum Nachdenken über die Welt und deren Bewohner animiert hat, habe ich mich nach ähnlichen Büchern umgeschaut. Gestoßen bin ich auf einen Roman von Maja Lunde. “Die Geschichte der Bienen” erzählt drei unabhängige, aber doch miteinander verbundene Geschichten dreier Familien aus drei unterschiedlichen Jahrzehnten. Was passiert wenn die Bienen plötzlich verschwinden? Können wir ohne die fleißigen Helfer überleben? Im Jahr 2098 in China werden Bäume von Hand bestäubt, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Diese verschwanden plötzlich im Jahr 2007. Das hätte im Jahr 1852, bei der Entwicklung eines neuartigen Bienenstocks keiner erwartet. 

Auch diesen Roman fand ich sehr lesenswert und er hat definitiv meinen Horizont erweitert.

Es müssen also nicht immer Sach- und Wissensbücher sein. Auch ein gut geschriebener Roman über ein interessantes Thema kann einem zum Denken animieren.

Beide Bücher gibt es übrigens auch bei audible. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.