THE BIG FIVE FOR LIVE

Zu meinem 39. Geburtstag bekam ich von meiner großen Tochter ein neues Buch geschenkt; „The Big Five for Live – Was wirklich zählt im Leben“ von John Strelecky. Weder von dem Buch, noch von dessen Autor habe ich bisher etwas gehört, geschweige denn gelesen. Zumindest der Text auf dem Buchrücken klang allerdings schon mal sehr verheißungsvoll:

„Arbeiten um Geld zu verdienen war gestern. Ab heute lautet unser Ziel: arbeiten, um persönliche Erfüllung zu finden.“

Wir alle kennen solche, oder so ähnliche Sätze. „Suche dir eine Arbeit, die dir Spaß macht und du musst nie wieder arbeiten.“ Das hört sich immer alles so einfach an und viele Menschen haben das sicherlich auch geschafft, aber kann das auch für mich funktionieren. Mit großer Erwartung habe ich im Urlaub angefangen das Buch zu lesen. Und es ist wirklich ein klasse Buch. Ich liebe es, wenn Sachbücher als Roman geschrieben sind. Das macht das Lesen viel leichter und bietet zudem Interpretationsspielraum für die eigene Phantasie. Und dieses Buch hat es tatsächlich geschafft, mir eine neue Sichtweise auf einige Dinge zu geben.

Zuerst dachte ich, das Buch zielt rein in Richtung Personalführung, was es auch die meiste Zeit tut. Aber schon nach den ersten Seiten wurde deutlich, dass hier noch mehr drin steckt.  The Big Five for Life handelt von Motivation. Was treibt uns an? Wofür leben wir? Und warum tun wir, was wir tun? Alleine sich darüber Gedanken zu machen, bewirkt und verändert etwas.

Im Buch trifft der frustrierte Angestellte Joe auf den Unternehmer Thomas Derale. Hierbei handelt es sich um fiktive Personen die einen durch das Buch führen. Interessant; setzt man die Buchstaben von Derale in eine andere Reihenfolge, erhalten wir das Wort „Leader“. Laut Joe ist Thomas die beste Führungskraft die jemals gelebt hat. Als sich die beiden zum ersten Mal treffen kommen sie ins Gespräch und Thomas verblüfft Joe mit der Frage „Ist heute ein guter Museumstag?“.

Was ist ein Museumstag?

Was wäre, wenn jeder Tag unseres Lebens katalogisiert würde? Unsere Gefühle, die Menschen mit denen wir zu tun haben, die Dinge, mit denen wir unsere Zeit verbringen? Und wenn am Ende unseres Lebens ein Museum errichtet würde, in dem genau zu sehen wäre, wie wir unser Leben verbracht haben?

Wenn wir 80% unserer Zeit mit einem Job verbrächten, der uns nicht gefällt, dann wären auch 80% des Museums genau damit gefüllt. Man würde Bilder und Zitate sowie kurze Videos sehen, die Szenen verschiedener unglücklicher Momente zeigen.

Wenn wir zu 90% der Menschen, mit denen wir zu tun haben, freundlich wären, würde man genau das in dem Museum zeigen. Aber wenn wir ständig wütend und ungehalten wären oder 90% der Menschen in unserem Umfeld anschreien würden, könnte man auch das sehen. Alles wäre mit Fotos, kurzen Videoclips und Hörbeiträgen dokumentiert.

Wie würden wir uns jetzt dabei fühlen, wenn wir am Ende des Lebens durch unser Museum gehen? Wenn wir wüssten, dass uns das Museum für immer und ewig so zeigen würde, wie man sich an uns erinnert? Die Erinnerung basiert nicht auf dem Leben, das wir uns erträumt haben, sondern auf dem, das wir tatsächlich geführt haben.

Ist das nicht tiefgründig? Also mich hat das total gepackt. Wenn ich alt und schrumpelig bin und auf mein Leben zurückblicke, dann möchte ich gerne stolz darauf sein, was ich erreicht habe. Ich möchte meine Ziele erfüllt sehen und auf ein Leben voller Freude und Erfolg blicken.

Der Zweck der Existenz

Im weiteren Verlauf von „The Big Five for Life“ geht es um die Frage aller Fragen; Warum sind wir hier? Was ist unser Zweck der Existenz (ZDE)? Auch wenn das nicht wirklich neu ist, hat es mich dennoch wieder zum Grübeln gebracht. Habe ich einen ZDE und kenne ich diesen? Hat das Unternehmen für das ich arbeite einen ZDE? Wie sieht es bei Dir aus, hast du dir diese Fragen schon einmal gestellt? Falls nicht, dann schnappt dir einen Stift, ein Blatt Papier und beginne damit dir darüber Gedanken zu machen. Es wird auch deine Sichtweise auf einige Dinge verändern.

Im Grunde hat jeder von uns einen Zweck der Existenz. Genau wie auch jedes Unternehmen diesen hat, sonst würde es das Unternehmen nicht geben. Die Frage die sich aber stellt lautet; „Passt dein ZDE mit dem ZDE deines Arbeitgebers zusammen?“. Wenn du diese Frage mit Ja beantworten kannst, dann fällt es dir sicherlich sehr einfach zur Arbeit zu gehen. Du wirst deinen Job lieben und diesen mit Begeisterung ausüben. Als Unternehmer solltest du nur Menschen einstellen, deren persönlicher ZDE mit dem deines Unternehmens harmoniert. Dann arbeiten Menschen nicht für dich, sondern mit dir.

Als Führungskraft halte ich es enorm wichtig das Potenzial in Mitarbeitern zu erkennen und sie entsprechend ihrer Fähigkeiten einzusetzen. John Strelecky geht noch einen Schritt weiter. Im Idealfall können deine Mitarbeiter ihr ZDE mit der täglichen Arbeit erfüllen, wenn du sie richtig einsetzt. Wenn das gelingt, bringt man ihnen bei, das Gleiche für die Leute zu tun, welche sie führen. Erfolg und zufriedene Mitarbeiter sind garantiert. In der Theorie hört sich das ziemlich simpel an, doch meines Erachtens ist das nicht immer ganz so einfach umzusetzen. Faszinierend und romantisch ist der Ansatz dennoch. Erfolg kommt durch Erfolg. Sind deine Mitarbeiter erfolgreich, bist du es auch.

„Wenn man die Leute stark antreiben muss, damit sie ihren Job erledigen, dann hat man entweder die falschen Leute oder aber die richtigen Leute machen den falschen Job.“

Bei den Big Five verweist John Strelecky auf sein Buch Safari des Lebens. Die Big Five haben ihren Ursprung in einem Begriff der auf Safaris entstanden ist. Als Big Five bezeichnen Afrikareisende die fünf bekanntesten Tiere (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard) und messen den Erfolg einer Reise daran, ob sie diese gesehen haben, oder eben auch nicht. Wir alle definieren selbst, was wir unter Erfolg verstehen, in dem wir unsere Big Five erkennen. Die Big Five for Live sind fünf Dinge, die wir tun, sehen oder erleben möchten, bevor wir sterben. Diese fünf Dinge machen das Leben zum Erfolg. Du solltest deine Big Five schriftlich niederschreiben und jeden Tag etwas für sie tun.

Der ZDE und die Big Five for Life sind nur zwei tolle Aspekte aus dem Buch. Speziell für Führungskräfte und Unternehmer folgen im weiteren Verlauf des Buches viele tolle Tipps, die John Strelecky in einem gut lesbaren Schreibstil erläutert. Da er alles mit einfach zu verstehenden Beispielen belegt, sind die einzelnen Tipps auch sehr gut nachvollziehbar.   

Das Buch ist definitiv lesenswert und inspiriert zum Nachdenken. Auch auf der psychologischen Ebene ist The Big Five ein Begriff. In der Persönlichkeitspsychologie ist The Big Five eine Methode zur Erstellung von Persönlichkeitsprofilen. Diese Tests sind ganz interessant, da man einiges über sich erfahren und sich selbst einordnen kann. Der Big Five Test basiert auf folgenden Faktoren.

Nachdem man einige Fragen beantwortet hat, lässt sich quasi jeder Mensch diesen Faktoren zuordnen und somit kann ein Persönlichkeitsprofil erstellt werden. Ich habe das ganze mal ausprobiert und war erstaunt wie exakt ich mich im Ergebnis widergespiegelt habe. Natürlich muss man bei der Beantwortung der Fragen ehrlich zu sich selbst sein. Hier kannst du kostenlos den Big Five Test durchführen. Viel Spaß.

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