DER WEG DES SEAL – Mentale Härte

Eigne dir mentale Härte an. Aufgeben ist keine Alternative. Wer dabei bleibt, während andere hinschmeißen, der wird am Ende Erfolg haben. Doch wie schaffst du es immer „dranzubleiben”? Du musst dir einen unbeugsamen Geist aneignen. Mut ist eine unabdingbare Eigenschaft, die du benötigst um erfolgreich zu sein. Die Mutigen gehen voran und geben den Ton an. Navy Seals sprechen bei Mut von der mentalen Härte. Laut Mark Divine benötigt es fünf Fähigkeiten um mentale Härte zu erreichen.

  • Steuerung der Reaktion
  • Steuerung der Aufmerksamkeit
  • Entwicklung emotionaler Robustheit
  • Effektive Zielsetzung
  • wirksame Visualisierung

Steuerung der Reaktion

In bestimmten Situationen reagiert unser Körper und unser Geist anders als wir das gerne hätten. Besonders wenn wir Stress ausgesetzt sind, neigen wir dazu nicht klar zu handeln. Der Puls schlägt schneller, Schweißausbruch, feuchte Hände und eine beschleunigte Atmung sind Symptome die erkennen lassen, dass wir uns in so einer Situation befinden. Wir sagen das Falsche und treffen falsche Entscheidungen. Im realen Leben gibt es leider keinen Repeat KNopf und wir können nicht zum Anfang zurückspulen. Meistens bekommen wir keine zweite Chance um diesen Fehler wieder zu korrigieren. Also müssen wir lernen in allen Situationen die Ruhe zu bewahren. Diese Fähigkeit ist Voraussetzung für mutiges Handeln. Die Seals lösen dies durch bestimmte Atemtechniken, wie zum Beispiel der Vier-Punkte-Atmung. Genaue Anleitungen und Übungen zu den einzelnen Techniken findest du in dem Buch „Der Weg des Seal”.

Steuerung der Aufmerksamkeit

„Die größte Entdeckung aller Zeiten ist, dass ein Mensch seine Zukunft ändern kann, indem er lediglich seine Einstellung ändert.”
 Oprah Winfrey – US-Amerikanische Talkshow Moderatorin

Unser Unterbewusstsein steuert unser Bewusstsein und damit unser Handeln. Negative Informationen können in unserem Unterbewusstsein die Saat der Zerstörung aussäen. Dies führt zum Scheitern. Also müssen wir unser Unterbewusstsein mit positiven Erlebnissen und Gedanken füllen. Unsere Gedanken beherrschen uns nicht. Wir steuern unsere Gedanken und geben ihnen nur so viel Macht wie wir wollen. Wir alle haben einen „Muthund“ und einen „Angsthund“ in uns. Den „Angsthund“ können wir nicht töten, er ist ein Teil von uns. Aber wir können aufhören ihn zu füttern, und ihn damit schwächen. Gleichzeitig müssen wir den „Muthund” mit positiven. Gedanken und Gefühlen nähren. Dadurch werden wir automatisch freundlicher, geduldiger, toleranter, stärker und präsenter. Wir werden nicht vor schwierigen Aufgaben zurückschrecken. Die Angst wird uns nicht beherrschen.

Emotionale Robustheit

“Ein Optimist ist jemand, der angesichts jeder Schwierigkeit eine Chance sieht. Ein Pessimist ist jemand, der angesichts jeder Chance Schwierigkeiten sieht.”
 L.
P. Jacks, US-Amerikanischer Pädagoge

Wir müssen emotional belastbar sein, um mentale Stärke entwickeln zu können. Diese Kraft brauchen wir um schnell wieder auf die Beine zu gelangen, wenn wir mal zu Fall kommen. Was definitiv passieren wird. Rückschläge sind Teil des Erfolgs. Doch egal was passiert, es ist immer wichtig die emotionale Kontrolle zu behalten. Eine positive und offensive Reaktion auf einen Rückschlag, stärkt unser Selbstwertgefühl und treibt uns voran. Unsere Gedanken lassen sich relativ einfach steuern und Negatives kann in Positives umgewandelt werden. Auf der Gefühlsebene ist das schon etwas schwieriger, aber mindestens genauso wichtig. Die Wut im Bauch hemmt uns nämlich genauso, wie die Angst im Kopf. Machen sich negative Gefühle bemerkbar, müssen wir uns neu ausrichten und unsere Gedanken und Gefühle in eine positive Richtung lenken. Dabei ist es wichtig, dass du dir den negativen Emotionen bewusst bist und die positiven Gegenspieler kennst. Diese Liste wird dir dabei helfen deine Emotionen neu zu sortieren.

PRIMÄRE EMOTION
GESUNDER AUSDRUCK
Wut Klarheit, Entschlossenheit
Furcht Aufmerksamkeit, Eifer
Gier Gefasstheit, Großzügigkeit
Zweifel Neugierde, freudige Erregung
Eifersucht Hinnahme, Liebe

Eine allgemeine Neuausrichtung deiner Denkweise, mit einer positiven und optimistischen Grundeinstellung, stärkt dein Selbstwertgefühl. Ist dein Glas halb leer, oder halb voll?

Effektive Zielsetzung

„Glaube nicht, dass die Welt dir etwas schuldet. Die Welt schuldet dir nichts – sie war vor dir da.“
 
Robert Jones Burdette

Jedes Mal, wenn du dir ein Ziel setzt, setzt du deine Erfolgsspirale in Gang. Du hast jetzt eine neue Herausforderung, ein neues „Warum“. Und jedes Ziel bringt dich weiter. Wenn du ein Ziel erreichst, wird es dein Selbstvertrauen stärken und deine emotionale Widerstandsfähigkeit erhöhen. Es wird dir somit leichter fallen ein neues Ziel in Angriff zu nehmen. Aber es wird dir leichter fallen Ziele zu erreichen, die von Anfang an richtig definiert sind.

Wie man Ziele richtig, nämlich SMART, definiert und diese dann mit der FITS-Methode zielführend priorisiert, habe ich im dritten Teil der Blog Serie bereits ausführlich erläutert.

 Hier zum nachlesen – Der Weg des Seal – Zieldefinition und Zielanalyse

Setz dir unbedingt Zwischenziele auf deinem Weg zum Hauptziel (=übergeordnete Mission). Solche Teil- oder auch Mikroziele genannt, halten euch motiviert und treiben euch an am Ball zu bleiben. Im vorliegenden Buch beschreibt Mark Divine hierzu ein krasses aber sinngemäßes Beispiel aus dem Leben eines Seal. Eine Übung innerhalb der Höllenwoche der Seal Ausbildung ist es, 45 Minuten in der Liegestützstellung auszuharren. Wie Mark seine Schüler animiert diese unglaubliche Tortur auszuhalten, beschreibt er wie folgt.

„Wenn die Arme meiner Schüler zu zittern beginnen, feuere ich sie nicht an, sich auf das Ziel zu konzentrieren, 45 Minuten im Liegestütz zu bleiben, sondern ich sage ihnen, sie sollen einfach eine Minute aushalten.“

In der Höllenwoche konzentrierte sich Mark nicht auf das Ziel, seinen Trident (übergeordnete Mission) zu bekommen, sondern darauf die gegenwärtige Trainingsphase (Teilziel) gut zu überstehen. Dadurch war das nächste Ziel nie weit weg, sondern immer in greifbarer Nähe. Mit Etappenzielen erreicht ihr genau diesen Effekt.

Wirksame Visualisierung

Die Macht der Visualisierung war bereits in den Blog Beiträgen 1-3 ein Thema. Dies zeigt wie enorm einflussreich und wirksam die Methode der geistlichen Vorstellung ist. Es bringt dir rein gar nichts, dich top vorzubereiten, akribisch zu planen und exakt zu definieren, wenn du anstatt Erfolg die totale Katastrophe vor deinem inneren Augen hast. Erzeuge einen positiven geistigen Zustand, aktiviere dein Unterbewusstsein und erreiche so eine ideale Voraussetzung für mentale Härte. Du musst Deine Ängste bewältigen, um auch in schwierigen Situationen auf Kurs zu bleiben. Indem du etwas, vor dem du dich fürchtest, mittels Visualisierung „erlebst“, kannst du die Angstreaktion angesichts der „realen“ Bedrohung abschwächen. Auch hier ein tolles Beispiel aus dem Buch.

„Wenn du dich zum Beispiel davor fürchtest, vor einem Publikum zu sprechen, solltest du dir vorstellen, wie du selbstbewusst auftrittst und dein Publikum fesselst. So wird die tatsächliche Erfahrung weniger beängstigend.“

Unsere Leistungen hängen zum Großteil von unserer Fähigkeit ab, unser Bewusstsein zu beherrschen.

Im Buch findest du super Übungen zum Thema „Mentale Härte“. Vor allem die Vier-Punkte-Atmung finde klasse, sie hilft dir dabei in Stresssituationen Ruhe zu bewahren.

Ich kann dir das Buch wärmstens empfehlen. Die knapp 20 € sind gut investiertes Geld.

Im nächsten Blogbeitrag zur Serie lernst du mit Rückschlägen umzugehen und wie man einen Neuanfang startet.

Wenn dir der Beitrag gefallen hat, dann würde es mich sehr freuen, wenn du ihn teilst. Vielen Dank dafür.

Der Weg des SEAL: Werde charakterstark, belastbar und instinktsicher wie ein Elitesoldat

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.