ZIELSTREBIG WIE EIN EXTREMSPORTLER

Ohne gesetzte Ziele ist es nur schwer etwas zu erreichen. Wenn du nicht weißt, was du willst, wirst du auch nichts bekommen. Auch wenn du keinen Fahrplan hast, wie du dahin kommst, wo du gerne sein würdest, wird es extrem schwer für dich deine gesetzten Ziele zu erfüllen und erfolgreich zu sein. Dies wurde mir nun umso deutlicher, nachdem ich das Buch „The Track“ der Extremläuferin Brigid Wefelnberg gelesen habe. Die Ziele, die sich Extremsportler setzen, sind für uns „Normalos“ schier unglaublich. Oder könntest du dir vorstellen 520 Kilometer durch das australische Outback zu laufen, oder auf einen 1.000 Meter hohen Berg zu klettern, ohne Absicherung?

Trotz dieser unfassbar hochgesetzten Ziele, schaffen es Extremsportler sich zu motivieren und eine Willensstärke zu entfachen, die es ihnen ermöglicht, Unmögliches zu erreichen.

„Don’t tell me the sky`s is the limit, when there are footprints on the moon!”
Paul Brandt


Wie machen die das?

Leidenschaft

Ich bin zwar kein Extremsportler, habe mich unter anderem aber bereits mehrfach mit einem Ultratrailläufer ausführlich unterhalten. Und ich konnte die Leidenschaft die er für seinen Sport empfindet nicht nur seinen Worten entnehmen, sondern sie auch in seinen Augen sehen. Da ich selbst in früheren Jahren nicht ganz unsportlich war und es in meiner Jugend unter anderem zum deutschen Meister im Ringen geschafft habe, weiß ich worauf es ankommt um gesetzte Ziele zu erreichen. Und dies gilt nicht nur für den Sport, sondern kann auch im Berufsleben umgesetzt werden.

Ein ganz wichtiger Aspekt bei der Erreichung von Zielen spielt die Leidenschaft. Was du tust, solltest du mit Freude tun. Mit Freude geht alles gleich viel einfacher. Wer mit Freude den Weg zu einem Ziel betritt, wird dieses auch mit hoher Wahrscheinlichkeit erreichen. Du solltest auch immer wieder überprüfen, ob das was du tust, dir  immer noch Freude bereitet. Brennt das Feuer der Leidenschaft noch in dir? Falls nicht, lässt es sich wieder entfachen, oder ist es für immer erloschen? Dann höre damit auf und mache etwas anderes.

Definieren deine Ziele

Brigid nennt das in ihrem Buch, die Glücksformel. Was ist wichtig? Was ist wirklich wichtig? Was hast du von Dingen, die am Ende wirklich wichtig sind, auf deinem Lebenskonto der Zufriedenheit.

Du solltest dir immer nur bedeutende Ziele setzen. Ziele für diedu brennst. Dann wird es dir auch leichter fallen am Ball zu bleiben, wenn es mal zu Rückschlägen kommt. Und Rückschläge oder Hindernisse gibt es meistens auf dem Weg zum Erfolg.

Mehr über die Zielanalyse und Zieldefinition erfährst Du hier: Der Weg des Seal

Verlasse Deine Komfortzone

Das hast du sicherlich schon öfters gehört, oder gelesen. Und warum hast du das schon öfters gehört, weil es die Wahrheit ist. Wenn du was erreichen willst, dann raus aus den Puschen (Puschen sind in Norddeutschland umgangssprachlich die Hausschuhe). Du musst etwas für deinen Erfolg tun. Erfolg fällt nicht vom Himmel und wächst auch nicht auf Bäumen. Du allein bist verantwortlich für deinen Erfolg.

Im vorliegenden Buch „The Track“ habe ich mir ein paar Stellen zu diesem Punkt markiert.

„Viele Menschen denken gar nicht darüber nach, sie wählen automatisch den komfortabelsten Weg, als gäbe es keine Alternativen. Dabei fängt das Abenteuer gerade dann an, wenn man die Komfortzone verlässt.“

Das ist mehr als ein Fakt. Wer seine Komfortzone niemals verlässt, bleibt da stehen wo er ist. Henry Ford hat einmal gesagt: „Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.”

Gibt es etwas was du schon immer einmal tun wolltest, dich aber bisher nie getraut hast? Vielleicht aus Angst zu scheitern, oder vor anderen dumm dazustehen. Mach heute einfach den ersten Schritt raus aus deiner Komfortzone und betrete den Weg des Erfolgs. Ich weiß, in deiner Komfortzone fühlst du dich wohl und sicher. Außerhalb lauern böse Monster und viele Fallen. Blödsinn! Veränderung tut gut und macht Spaß. Und wenn du es richtig machst, bringt dir Veränderung auch den gewünschten Erfolg. Ich persönlich verlasse relativ häufig meine Komfortzone und probiere neue Dinge aus. Eine Lebensweisheit hilft mir dabei ungemein.

„Mach es! Wenn es nicht funktioniert, hör damit auf und mach etwas anderes. Wenn es funktioniert, mach mehr davon.“

Es lauern zwar keine Gefahren außerhalb deiner Komfortzone (außer du planst einen Jungle Ultra Marathon), aber du musst sicherlich manchmal auf die Zähne beißen, wenn du in deinem Leben mehr erreichen möchtest.

„Adventure may hurt you, but monotony will kill you!“

Gehe an deine Schmerzgrenze

Natürlich ist es einfacher hierfür Beispiele aus dem Sportbereich zu wählen. Aber auch im Berufs- sowie im Privatleben, ist es manchmal unabdingbar, dass wir über unsere Schmerzgrenzen hinausgehen. Man spricht dann allerdings eher von der Belastbarkeitsgrenze. Heutzutage ist unsere Gesellschaft größtenteils schon viel zu verweichlicht um über Schmerz-oder Belastungsgrenzen hinauszugehen. Arbeitet man beruflich mal ein paar Stunden länger oder nimmt auch mal Arbeit mit nach Hause, erheben sich sehr schnell die mahnenden Finger vor einem drohenden Burnout. Die vom Arzt am häufigsten gestellte Frage bei meinen letzten Besuchen war immer die gleiche: „Haben sie Stress?“. Natürlich habe ich Stress, ich habe einen anspruchsvollen Beruf, 40 Mitarbeiter mit unterschiedlichen Bedürfnissen denen nachgekommen werden muss, eine Familie mit zwei Kindern (beides Mädchen) die mehr Energie kosten als die 40 Mitarbeiter und ein Haus mit Garten, das in Schuss gehalten werden muss. Aber deswegen jammere ich nicht, sondern stelle mich den täglichen Herausforderungen. Schließlich wollte ich es ja so haben….und will es auch immer noch. Ich persönlich halte nicht viel davon, immer gleich alles dem Stress in die Schuhe zu schieben. Erfolg kommt nicht von alleine. Erfolg muss erarbeitet werden. Im Sportbereich ist häufig hartes Training notwendig um an der Spitze mitzuspielen oder extreme Ereignisse, wie zum Beispiel ein Ultra-Trail-Lauf, erfolgreich abzuschließen. Und genau so ist es auch im Berufsleben. Wenn ich mehr erreichen möchte als andere, muss ich auch mehr dafür tun. Dies kann das Erlernen einer zusätzlichen Fremdsprache, ein Seminar zur Mitarbeiterführung, einen Wochenendkurs im Bereich Social Media sein, aber auch die Überstunden, die du leistest, wenn mal viel zu tun ist. Deine Vorgesetzten werden das sehen und zu schätzen wissen. Alles was du zusätzlich tust, steigert dein Humankapital und bringt dich weiter.

„Zwischen dem Gefühl, eine Pause zu benötigen, und dem Moment, in dem man wirklich eine Pause braucht, liegen manchmal Dutzende von Kilometern.“
Brigid Wefelnberg

Bleibe fokussiert

Wenn du dir ein Ziel gesetzt hast und dich auf den Weg gemacht hast dieses zu erreichen, dann bleibe auf jeden Fall fokussiert. Wann immer du die Möglichkeit hast, etwas für die Erreichung deines Ziels zu tun, dann tue es. Hast Du das Ziel einen Marathon zu laufen, dann nutze jede Möglichkeit zu trainieren.

„Ignoriere Rolltreppen und Fahrstühle. Parke dein Auto am weit entferntesten Parkplatz vom Supermarkt.“

Lass dir dein Ziel auch nicht von anderen schlecht reden. D.h. nicht, dass du nicht auf den Rat anderer hören solltest. Aber unterhalte dich ausschließlich mit Leuten die das, was du erreichen willst bereits erreicht haben. Wenn du zum Beispiel einen Marathon laufen möchtest dann unterhalte dich nicht mit einem Bewegungslegastheniker darüber sondern mit jemanden der bereits einen Marathon gefinisht hat. Wenn du ein Start Up gründen möchtest, dann unterhalte dich nicht mit einem überzeugten Fünfunddreißigstundenwochenarbeitnehmer, sondern mit jemandem der bereits erfolgreich ein Unternehmen gegründet hat.

Fokussiere und konzentriere dich auf ein Ziel. Und dies mit voller Hingabe. Vermeide jegliche Art von Ablenkung. Heutzutage  gibt es tausend Möglichkeiten die uns von wichtigen, zielführenden Aktivitäten ablenken. Ich gebe dir ein Beispiel. Als Etappenziel für deine Mission eine neue Fremdsprache  zu lernen, möchtest du bis zum 31. Dezember 200 neue Vokabeln lernen. Um dies zu erreichen, hast du jeden Abend von 19.15 – 20.00 Uhr 45 Minuten Vokabeltraining eingeplant. Du setzt dich also um 19.15 Uhr an deinen Schreibtisch und fängst an zu lernen. BIEP! Das Smartphone signalisiert den Eingang einer neuen WhatsApp. Nachricht lesen und antworten. Wenn du schon das Smartphone in der Hand hast, kannst du auch noch kurz den aktuellen Bitcoin-Kurs checken. Und weiter geht’s mit Vokabeln pauken. PING! Eine neue E-Mail. Bei Zalando gibt es heute 50% Rabatt. Da musst du natürlich gleich zugreifen bevor die guten Stücke vergriffen sind. Ich denke du hast verstanden worauf ich hinaus will. Konzentriere deine Energie auf eine Aufgabe und blende alles andere aus.   

„Man kommt am weitesten und lebt am glücklichsten, wenn man keine Energie verschwendet.“
Brigid Wefelnberg

Gewohnheit

Nutzte die Kraft der Gewohnheit. Alltagstraining hat einen hohen Stellenwert. Wenn du dir etwas zur Gewohnheit machst und Aktivitäten in deinen Alltag integrierst, wirst du schnell beachtliche Erfolge einfahren. Du willst dein Englisch verbessern? Dann lese jeden Morgen einen Artikel aus der New York Times oder einer anderen englischen Zeitung. Durch das Internet ist dies heutzutage problemlos möglich. Du möchtest körperlich fitter werden? Dann mache jeden Morgen 20 Liegestützen oder gehe regelmäßig an bestimmten Tagen zu einer bestimmten Uhrzeit Laufen. Damit eine Aktivität zur Gewohnheit wird, musst du sie regelmäßig machen. Programmiere deine Schaltzentrale, auch Gehirn genannt, auf diese Aktivität und verpflanze sie fest in dein Unterbewusstsein. Der Rest kommt von ganz alleine.

Leider hören wir in unserem Leben viel zu oft Sätze wie: „Das schaffst du nie“, „Dafür bist du schon zu alt“ oder „Das Risiko ist zu groß“. Menschen wie Brigid Wefelnberg  beweisen uns das Gegenteil. Mit der richtigen Einstellung, dem nötigen Willen und einer fokussierten Zielausrichtung, kannst du alles erreichen. Auch einen 520 Kilometer Lauf durch das australische Outback.

The Track – Auf Umwegen zur Extremläuferin

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