DER WEG DES SEAL – TEIL 3

Mit den ersten zwei Prinzipien (Teil 1 und Teil 2) konntest Du Dir ein Bild von Dir selbst machen. Du weißt nun wer Du bist, kennst Deine Stärken und weißt wohin Du willst. Im besten Fall, hast Du sogar eine klare Vision Deiner idealen Zukunft. Mit dem dritten Prinzip erläutert Mark Divine wie Du Deine Mission wasserdicht machst. Dadurch wird ein Scheitern nahezu unmöglich.

Oft verlaufen wir uns in unseren eigenen Zielen. Dies kann mehrere Ursachen haben. Zum einen kann es daran liegen, dass wir dem gesetzten Ziel gar nicht gewachsen sind, oder wir einen falschen Weg eingeschlagen haben. Zum anderen kann es sein, dass das gesetzte Ziel nicht unserer übergeordneten Mission entspricht und wir deshalb nur halbherzig an die Sachen dran gehen.

„Wenn Du losgehst, musst Du eine klare Vorstellung von Deinem Ziel haben.”

Du solltest nur hochwertige Ziele verfolgen. Fange an die richtigen Ziele auszuwählen. Ziele die zu Deiner Bestimmung und Deinen Ressourcen passen. Wenn Du ein gelernter Bankkaufmann bist und keinerlei Erfahrung in der Gastronomie hast, dann ist das Ziel eines eigenen Restaurants vielleicht nicht ideal. Das heißt nicht, dass Du es nicht schaffen kannst. Wenn dies Dein absoluter Wunsch ist und Du bereit bist alles dafür zu tun, wirst Du einen Weg finden. Dieser wird zwar steinig sein, aber unmöglich ist er garantiert nicht.

Ziele müssen Teil Deiner Mission sein. Für so genannte Pseudo-Ziele, die nur dazu dienen Dein Gewissen zu nähren, solltest Du keine Energie aufwenden. Um herauszufinden ob ein Ziel tatsächlich eine Etappe Deiner übergeordneten Mission ist, musst Du Deine Ziele analysieren und bewerten. Die folgenden Messinstrumente und Tools helfen Dir dabei.

Ziele analysieren mit der FITS-Analyse

Mit der FITS-Analyse lässt sich jedes Ziel anhand vier Kriterien beurteilen.

Fit (Entsprechung)

Passt das Ziel zu Deinen Fähigkeiten? Kannst Du Deine vorhandene Zeit und Energie bestmöglich nutzen? Was wird es kosten dieses Ziel umzusetzen und rechtfertigt der Aufwand den möglichen Gewinn?

Importance (Bedeutsamkeit)

Wie wichtig ist das Ziel für Deine übergeordnete Mission? Was bedeutet die Bewältigung der Mission für Dich?

Timing (Zeitpunkt)

Ist dies der geeignete Zeitpunkt um das Ziel anzustreben? Bist Du für das Ziel bereit? Kannst du das Ziel erreichen. Wie wird Dein Umfeld reagieren wenn Du das Ziel erreicht hast?

Simplicity (Einfachheit)

Ist das Ziel einfach und klar? Kannst du es erreichen, ohne Dein Ansehen, Deine zukünftige Leistungsfähigkeit oder den Zusammenhalt Deines Teams zu beeinträchtigen?


Du kannst die FITS-Analyse anwenden um ein ausgewähltes Ziel zu beurteilen und die vier Kriterien mit einer Skala von 1 bis 5 bewerten. Danach errechnest Du die Gesamtpunktzahl. Wenn Du mit der Methode mehrere Ziele analysierst, zeigt sich, welches Deine höherwertigen Ziele sind.

Man braucht Disziplin, um sich ausschließlich auf die hochwertigen Ziele zu konzentrieren, anstatt der Versuchung nachzugeben, die niedrigen Früchte zu ernten. Oft findest Du oben am Baum die besten Früchte. Diese sind nur schwerer zu erreichen.

Ziele SMART definieren

Ziele müssen immer nieder geschrieben werden. Und zwar deutlich und klar, mit wenig Interpretation nach links oder rechts. Dies bedeutet nicht, dass Ziele nicht angepasst werden können. Aber wenn das notwendig ist, muss auch die niedergeschriebene Zieldefinition angepasst werden. Eine Zielbeschreibung sollte daher immer SMART formuliert werden.

Spezifisch:         Das Ziel muss eindeutig und so präzise wie möglich definiert werden.

Messbar:           Woran kann gemessen werden, ob das Ziel erreicht wurde?

Ansprechend:  Das Ziel muss zu Dir passen und von Dir akzeptiert werden.

Realistisch:        Das Ziel muss realisierbar sein.

Terminiert:        Zeitliche Abgrenzungen müssen festgelegt werden.

„Wenn ein Ziel offenkundig unerreichbar ist, solltest Du nicht das Ziel, sondern den Weg dorthin ändern.“

Die Prop-Analyse

Den richtigen Weg einzuschlagen ist häufig schwieriger, als das angestrebte Ziel zu definieren. Entscheidend ist, alle möglichen Optionen zu studieren und abzuwägen welche für Dich am besten ist. Hierbei hilft Dir die PROP-Analyse der SEALs.

Was sind Deine Prioritäten und welcher Prioritäten sind besonders wichtig für den Erfolg Deiner Mission?

Was ist die Realität der aktuellen Situation? Was sind die Rahmenbedingungen? Welche Fähigkeiten besitzt Du?  

Welche Optionen bieten sich an? Entwickle ausgehend von Deinen Prioritäten und Deiner aktuellen Situation, drei Optionen die Du einschlagen könntest?

Welcher Pfad ist der beste? Entscheide welchen Weg Du gehen wirst um Deine Mission zu erfüllen.

Für diese Methode solltest Du Dir Zeit nehmen. Es wird sich für Dich lohnen. Ich war echt positiv überrascht wie wirksam diese Methode ist. Vorbereitung ist oft schon die halbe Miete und der mit dem besten Plan gewinnt.

„Vermittle Deine Mission und setze Dich damit selbst unter Zugzwang“ 

Erzähle Deine Geschichte

Bei den SEALs präsentieren die Teilnehmer in speziellen Einsatzbesprechungen ihrem Team und den Vorgesetzten eine visuelle Geschichte Ihrer Mission. Mal ehrlich, das ist genial. Unser Bewusstsein nutzt nur einen Bruchteil der Kapazitäten unseres Gehirns. Der Rest wird vom Unterbewusstsein beherrscht. Dem Teil, den die Sprache nur schwer erreichen kann, während er für Sinneseindrücke und Bilder empfänglich ist. Mit einer Geschichte sorgst Du dafür, dass sich Dein Ziel tief in Dein Unterbewusstsein einpflanzt. Und das Beste, Deine Geschichte hast Du bereits mit den ersten zwei Prinzipien geschrieben. Geh raus in die Welt und erzähle sie.

„Um etwas zu bewegen, muss man aufhören zu reden und beginnen zu handeln.“

Mark nutzt die SMAKK-Methode um einer Geschichte Struktur zu geben.

Situation

Was sind die Umstände, die Dich zu diesem Ziel anspornen? Warum entspricht das Ziel Deinen FITS-Kriterien?

Mission

Was im Detail ist Dein Ziel, beziehungsweise Deine Mission? SMART

Aktion

Was sind die einzelnen Aktionen Deines Plans, die nötig sind um die Mission erfolgreich zu erfüllen? Was sind Deine Maßnahmen, wenn etwas nicht nach Plan läuft? Sei auf alles vorbereitet.

Die letzten zwei Punkte spielen nur eine Rolle, wenn du in einem Team arbeitest.

Kommando

Wer ist wann für was zuständig? Wer hat das Kommando?

Kommunikation

Wer kommuniziert wann und wie mit wem?


Spiele Deine Mission in allen Einzelheiten und mit allen möglichen Szenarien durch. Du wirst so auf alles vorbereitet sein, was Dir auf deinem Weg zum Ziel begegnet. Es wird Dir deutlich einfacher fallen, Dich Problemen entgegenzustellen, denen Du in Deiner Visualisierung bereits begegnet bist.

FAZIT

Die beschriebenen Methoden finde ich persönlich sehr gut und einfach nachvollziehbar. Dennoch ist es wie mit allem was man lernt oder liest; etwas Gelerntes, bringt Dich nur dann weiter, wenn Du es auch anwendest!

„Um etwas zu bewegen, muss man aufhören zu reden und beginnen zu handeln.”

Im vierten Prinzip wirst Du erfahren was es mit der “Höllenwoche” auf sich hat und wie Du Deinen “Faktor 20” findest.

Hier geht es direkt zum vierten Teil

Der Weg des SEAL: Werde charakterstark, belastbar und instinktsicher wie ein Elitesoldat

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